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David gegen Goliath

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David gegen Goliath

Zendis soll Deutschlands digitale Souveränität stärken – ein ambitioniertes Ziel. Die GmbH im Bundesbesitz will Open-Source-Lösungen wie Open Desk als Alternative zu Microsoft & Co. etablieren. Der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag nutzt sie bereits – ein symbolträchtiger Erfolg.

Doch die Realität zeigt ein strukturelles Ungleichgewicht: 35 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und eine Anschubfinanzierung von 15 Millionen Euro – gegenüber einem Softwaregiganten wie Microsoft, der jährlich Milliarden in Forschung, Entwicklung und Marketing investiert.

Wie soll ein staatliches Unternehmen unter diesen Bedingungen wirklich langfristig konkurrenzfähig sein? Wie will man flächendeckend eine sichere, performante und benutzerfreundliche Office-Alternative bereitstellen, wenn Ressourcen und Planungssicherheit fehlen?

Zendis ist ein wichtiger Baustein auf dem Weg zur digitalen Souveränität – aber ohne verbindliche, langfristige Finanzierung und politische Rückendeckung bleibt es bei Pilotprojekten und Symbolpolitik.

Wenn Deutschland und Europa digitale Unabhängigkeiten wirklich wollen, braucht es mehr als gute Absichten. Es braucht Mut zur Prioritätensetzung – und langfristige Budgets, die diesen Anspruch auch tragen.

Es muss viel mehr getan werden!

https://lnkd.in/ez2gu_gV

Andreas PelznerLinkedIn-Beitrag · 9 Monate